Kurzdefinition zu Weisergattern

Ein Weisergatter ist eine kleine, eingezäunte Referenzfläche im Wald, die vor Wildverbiss geschützt wird, um den Einfluss des Wildes auf die Verjüngung sichtbar zu machen.

Kategorie

Vergleichsfläche zur Bewertung von Wildwirkung

Typisch

Kleinflächige, eingezäunte Kontrollparzelle

Praxisnutzen

Objektive Einschätzung von Verbissdruck

Definition und Einordnung

Bedeutung:

Weisergatter dienen der objektiven Beurteilung von Wildverbiss. Innerhalb der eingezäunten Fläche können sich Pflanzen ohne Einfluss von Schalenwild entwickeln. Außerhalb wirkt der natürliche Verbissdruck. Der direkte Vergleich beider Bereiche macht sichtbar, wie stark das Wild die Verjüngung beeinflusst.

 

In der Praxis:

Weisergatter werden meist auf kleinen Teilflächen angelegt und regelmäßig kontrolliert. Unterschiede in Wuchshöhe, Artenvielfalt oder Vitalität zwischen geschütztem und ungeschütztem Bereich liefern wichtige Hinweise. Sie sind ein praktisches Instrument zur Einschätzung, ob Schutzmaßnahmen erforderlich sind oder angepasst werden müssen

 

Relevanz für Verbissschutz:

Weisergatter ermöglichen eine fundierte Bewertung des tatsächlichen Schutzbedarfs. Zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Innen- und Außenfläche, spricht dies für hohen Verbissdruck. Damit liefern sie eine sachliche Grundlage für die Entscheidung zwischen Einzelschutz, flächigem Wildschutz oder jagdlichen Maßnahmen.

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