Kurzdefinition zu trockenresistenten Baumarten

Trockenresistente Baumarten sind Arten, die auch unter reduzierter Wasserversorgung stabil wachsen und längere Trockenperioden besser überstehen.

Kategorie

Baumartenwahl im Klimawandel

Typisch

Anpassung an trockene Standorte und veränderte Niederschlagsmuster

Praxisnutzen

Erhöhung der Stabilität und Zukunftsfähigkeit von Beständen

Definition und Einordnung

Bedeutung:

Trockenresistenz beschreibt die Fähigkeit einer Baumart, mit geringen Bodenwasserreserven oder längeren Trockenphasen umzugehen. Diese Eigenschaft gewinnt im Zuge klimatischer Veränderungen zunehmend an Bedeutung. Je nach Standort können bestimmte Laub- oder Nadelbaumarten besser mit Hitze und Wassermangel umgehen als traditionelle Hauptbaumarten.

 

In der Praxis:

Bei der Planung von Waldumbau- oder Aufforstungsprojekten wird die Auswahl trockenresistenter Baumarten gezielt geprüft. Neben genetischer Eignung spielen Bodenstruktur, Durchwurzelbarkeit und Konkurrenzverhältnisse eine Rolle. Die Entscheidung erfolgt standortbezogen und berücksichtigt langfristige Klimaprognosen. Gleichzeitig müssen Risiken wie Spätfrost oder Standortgrenzen beachtet werden.

 

Relevanz für Verbissschutz:

Gerade klimaangepasste Mischbaumarten können für Wild besonders attraktiv sein. Ohne ausreichenden Schutz kann selektiver Verbiss dazu führen, dass trockenresistente Arten verdrängt werden und sich weniger geeignete Arten durchsetzen. Ein abgestimmtes Schutzkonzept unterstützt daher nicht nur den Anwuchs, sondern auch die langfristige Anpassungsfähigkeit des Bestandes.

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