Kurzdefinition zu Kulturpflege im Forst

Kulturpflege umfasst alle Maßnahmen, die nach der Pflanzung oder Naturverjüngung durchgeführt werden, um junge Waldbestände in ihrer Entwicklung zu sichern.

Kategorie

Pflegemaßnahme in der Jungbestandsphase

Typisch

Freischneiden, Regulierung von Konkurrenzvegetation

Praxisnutzen

Anwuchs sichern und Bestandesentwicklung stabilisieren

Definition und Einordnung

Bedeutung:

Unter Kulturpflege versteht man forstliche Maßnahmen, die nach der Begründung eines Bestandes erfolgen. Ziel ist es, die Entwicklung der gewünschten Baumarten zu fördern und Konkurrenzvegetation zu regulieren. Dazu gehören unter anderem Freischneiden, Nachpflanzen oder das Entfernen beschädigter Pflanzen.

 

In der Praxis:

Besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist die Kulturpflege entscheidend für den langfristigen Erfolg. Konkurrenz durch Gräser, Brombeeren oder andere Pionierpflanzen kann das Wachstum junger Bäume erheblich beeinträchtigen. Auch Schäden durch Wild oder Witterung werden im Rahmen der Pflege kontrolliert und bewertet.

 

Relevanz für Verbissschutz:

Verbissschutz und Kulturpflege greifen ineinander. Selbst bei vorhandenem Schutzsystem ist eine regelmäßige Kontrolle notwendig, um Schäden frühzeitig zu erkennen. Fehlender oder unzureichender Schutz kann zusätzlichen Pflegeaufwand verursachen und die Kosten pro Hektar erhöhen.

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