Kurzdefinition zu Schälschaden

Ein Schälschaden entsteht, wenn Schalenwild Rinde von Baumstämmen abzieht und dadurch das darunterliegende Gewebe verletzt.

Kategorie

Rindenschaden durch Wild

Typisch

Auftreten an jungen bis mittelalten Stämmen

Praxisnutzen

Einschätzung von Qualitätsverlust und Schutzbedarf

Definition und Einordnung

Bedeutung:

Schälschäden entstehen, wenn Wild – insbesondere Rot- oder Damwild – die Rinde von Bäumen abzieht, um an nährstoffreiches Gewebe zu gelangen. Dabei wird nicht nur die äußere Rindenschicht beschädigt, sondern häufig auch das Kambium, das für das Dickenwachstum verantwortlich ist. Wird der Stamm rundum geschält, kann der Baum absterben.

 

In der Praxis:

Schälschäden treten häufig in Wintermonaten auf, wenn andere Nahrungsquellen knapp sind. Betroffen sind vor allem junge oder dünnrindige Baumarten. Neben dem Risiko des Absterbens können auch langfristige Qualitätsverluste entstehen, da Verletzungen Eintrittspforten für Pilze oder Fäulnis bieten. Selbst bei Überleben des Baumes kann die spätere Holznutzung eingeschränkt sein.

 

Relevanz für Verbissschutz:

Im Gegensatz zum Leittriebverbiss betrifft der Schälschaden meist den Stamm und damit die langfristige Wertentwicklung. Flächige Schutzsysteme oder geeignete Einzelschutzmaßnahmen können das Risiko deutlich reduzieren. Besonders bei hochwertigen Baumarten oder in stark belasteten Regionen sollte das Schutzkonzept auf die Gefahr von Schälschäden abgestimmt sein.

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